Faschingsgesellschaft Flintsbach Fischbach

seit 1889

Chronik


Fasching 1977

Präsident Max Dirl

Prinz: Andreas Klostermaier - Prinzessin: Klara Klostermaier

Andres l. Graf von Walefsky und Klara l. von Bartholomä

Andres l. Graf von Walefsky und Klara l. von Bartholomä

Motto: Ungarische Husaren

Einige feurige Ballnächte erlebten die Spinner in dieser Faschingssaison. Prinz Andreas Klostermaier erwählte seine Cousine Klara zur Prinzessin und bei ihrer Krönung wusste der altbewährte Hofmarschall Martin Goldes die Zuhörer mit seinen Anekdoten und Wortspitzen zu fesseln und ihre Lachmuskeln zu strapazieren. Da das Landratsamt die alte Faschingszugroute nicht genehmigte wurde, der Gaudiwurm erstmals auf der heutigen Zugstrecke rund um die Kirche abgehalten. Dies tat dem Erfolg der Traditionsveranstaltung jedoch keinen Abruch. Da der Dannersaal frisch renoviert war, konnte die Zeremonie nicht mehr dort abgehalten werden. Jeder der einmal ein Flintsbacher Prinzenbegräbniss gesehen hat weiß, dass nach diesem Ritual wieder eine Renovierung fällig gewesen wäre. Deshalb zog gegen Mitternacht ein Fackelzug zum Kuchlerbauern wo der scheidende Prinz aufgebahrt wurde. Präsi Max Dirl beerdigte ihn standesgemäß mit den „Noagaln“ des vorangegangen Balls und mit ihm den Fasching 1977.


Fasching 1979

Präsident Max Dirl

Prinz: Peter Ralser - Prinzessin: Kathi Lechner

Peter ll. von Starfingen und Käthe V. vom Dirndlhof

Peter ll. von Starfingen und Käthe V. vom Dirndlhof

Motto: Königlich Bayrisch

Die Begeisterung des närrischen Volkes war enorm, als Elferrat, Garde und Prinzenpaar in schneidigen Uniformen in den festlich dekorierten Schwaigersaal einmarschierten. Nach 15-jähriger Tätigkeit übergab Martin Goldes nach einer Ansprache in gewohnter Manier an Georg Krapfl. Langanhaltender Beifall ehrte dieses Genie des Humors und der Heiterkeit. Ein großer Erfolg war der erstmalige Besuch des Stadt - und Landballs in der Inntalhalle in Rosenheim. Die Flintsbacher bekamen den weitaus größten Applaus der 2500 Gäste.

Die Faschingsgesellschaft 1979

Die Faschingsgesellschaft 1979

hinten von links: Karrer Christl,Weiß Elisabeth, Strein Barbera, Ralser Sabine, Meier Christl zweite Reihe von links: Lechner Martina, Antretter Elisabeth, Pappenberger Karin, Denk Annelies, Rauscher Elisabeth, Hackl Sabine, Goldes Barbara, Hawlik Maria vorne von links: Schweinsteiger Ernst, Köberl Ludwig, Klostermeier Andreas, Dirl Max, Ralser Peter, Kuchler Käthe, Oberpaul Martin, Krapfl Georg, Berthaler Hans, Ableitner Hermann, Obermayer Hausl, Lagler Sepp, Bohne Thomas, Schön Ferdinand


Fasching 1981

Präsident Max Dirl

Prinz: Hermann Ableitner - Prinzessin: Sabine Hackl

Hermann l. vom Hoambichi und Sabine l. von Spitzsteinien

Hermann l. vom Hoambichi und Sabine l. von Spitzsteinien

Motto: Schottisch

Jeder Schotte wäre, ganz wider seiner Natur, sofort aus dem Rock gekippt, hätte er den Schwaigersaal dieses Faschings gesehn. So sehr hatte sich die Faschingshochburg in die schottischen Highlands verwandelt. Auf ein Kommando des Präsidenten Max Dirl lüftete der Elferrat das Geheimniss was ein echter Schotte drunter trägt.

Die Elferäte präsentierten ihr Hinterteil in mit weiß-blauen Rauten verzierten Unterhosen. Dieser Gag sorgte für viel Gelächter im Publikum. Ein weiterer Höhepunkt war, wie immer, der Faschingzug. Höhepunkt des Zuges war der Prinzenwaagen, von Franz Gutmann zum Monster von Loch Ness präpariert. Dieses Monster wurde anschließend vom Gasthof Tatzelwurm gekauft. Von der Lieferung ist überliefert, dass sich die Flintsbacher Spinner diese Gelegenheit auf eine Feier nicht nehmen ließen.


Fasching 1983

Präsident Georg Krapfl

Prinz: Hubert Wons - Prinzessin: Christl Karrer

Hubert l. von Kurbinien und Christl von Postillien

Hubert l. von Kurbinien und Christl von Postillien

Motto: Tausend und eine Nacht

Da Max Dirl bei der Abschlußversammlung 1981 sein Amt niedergelegt hatte, führte nun Georg Krapfl, wie schon sein Vater vor ihm, die Geschicke der Faschingsgesellschaft. Dass der Fasching bei der neuen Truppe weiterhin in guten Händen war, sah man am Krönungsball. Im vollkommen überfüllten Schwaigersaal fieberten die Narren dem Auftritt des Prinzenpaares entgegen.

Als das Prinzenpaar in einer Senfte hereingetragen wurde, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Beim Faschingszug säumten 9000 Zuschauer die Straßen und machten den Flintsbacher Fasching wie in allen Jahren zu einem vollen Erfolg. Nach mottogetreuen, gefühlten 1001 Nächten und ebensovielen Morgen ging aber auch dieser Fasching mit einem gelungen Kehraus zu Ende und Flintsbach verwandelte sich vom Morgenland zurück in unser beschauliches, bayrisches Dorf.


Fasching 1985

Präsident Georg Krapfl

Prinz: Peter Pertl - Prinzessin: Petra Buchberger

Peter lll. vom Pfeifereck und Petra l. vom Unterdorf

Peter lll. vom Pfeifereck und Petra l. vom Unterdorf

Motto: Südseeträume

Eine Bombenstimmung herrschte bereits vor dem Auftritt des Hofstatts, angeheitzt von der Band „Strangers“. Als dann gegen 21.00 Uhr Elferrat, Garde und Prinzenpaar die Südseeinsel Schwaigersaal betraten, kannte der Jubel kein Halten mehr. Zu Ehren des Prinzenpaars bot die Garde einen Südsee-Samba dar. Brüllendes Gelächter begleitete die Aufführung einer Original-Oben-Ohne- Limbotanzgruppe, dargestellt von 7 Elferräten in Baströcken und Perücken. Nach einigen Zugaben kam das Highlight des Abends: Der Prinzenwalzer zu den Klängen von „ Vaya con Dios“. Bei strahlendem Hawaiiwetter sahen 8000 Zuschauer einen farbenprächtigen Faschingszug. Ein super Kehraus beendete diesen so überaus erfolgreichen Fasching.

Elferrat 1985 hinten von links nach rechts: Hubert Wons, Georg Krapfl, Ludwig Gruber, Werner Rauscher Mitte: Willi Grübler, Karl Denk, Anton Rauscher, Josef Lagler Vorne: Michael Fleischmann, Peter Schwaiger, Josef Summerer, Thomas Bohne, Ludwig Köberl

Elferrat 1985 hinten von links nach rechts: Hubert Wons, Georg Krapfl, Ludwig Gruber, Werner Rauscher Mitte: Willi Grübler, Karl Denk, Anton Rauscher, Josef Lagler Vorne: Michael Fleischmann, Peter Schwaiger, Josef Summerer, Thomas Bohne, Ludwig Köberl


Fasching 1987

Präsident Georg Krapfl

Prinz: Karl Denk - Prinzessin: Sonja Lackner

Karl l. Shogun von Hafnach und Sonja l. Lotusblüte vom Sparkassenbichi auf ihrem Prinzenwaagen

Karl l. Shogun von Hafnach und Sonja l. Lotusblüte vom Sparkassenbichi auf ihrem Prinzenwaagen

Motto: Geheimnissvolles Asien

Die chinesische Pagode, unter dem Jahr bekannt als Schwaigersaal, war bis auf den letzten Platz gefüllt mit originell und mottogetreu verkleideten Faschingsnarren. Der Elferrat als stolze Samuraikrieger und die Prinzengarde als anmutige Tempeltänzerinnen bereiteten den Weg für das prachtvolle chinesische Herrscherpaar Karl l. und Sonja l. Hofmarschall Hubert Wons wärmte die Lachmuskulatur des Publikums auf, für den Auftritt von Bürgermeister Sebastian Grad. Der OB aus der Dynastie der „Schrögglichen“ wurde als mongolischer Khan von zwei Kulis in einer Rikscha in den Saal geschoben und vollzog unter einem Beifallssturm die Schlüsselübergabe zum Rathaus. Nachdem 10.000 begeisterte Zuschauer dem Prinzenpaar beim Faschingszug huldigten, neigte sich der Fasching am Faschingsdienstag dem Ende zu. Beim Kehraus verabschiedete sich Prinz Karl l., mit von den anstrengenden Tagen/ Nächten zuvor leicht angegriffener Stimme, mit einem letzten „Fasching bleib do!!!“ vom Faschingsvolk. So ging ein weiterer erfolgreicher und ausgesprochen lustiger Fasching im Morgengrauen des Aschermittwoch zu Ende.


Fasching 1989

Präsident Georg Krapfl

Prinz: Markus Schwaiger - Prinzessin: Anja Schweinsteiger

Markus l. von der Blut- und Leberwurst und Anja l. von Genuß und Verzehr

Markus l. von der Blut- und Leberwurst und Anja l. von Genuß und Verzehr

Motto: Flintsbach im Jahr 2089

1989- ein besonderes Jahr für alle Flintsbacher und Fischbacher Faschingsspinner. Ihr Fasching besteht seit nunmehr 100 Jahren! Wie der aufmerksame Leser dieser Festschrift sich sicher denken kann, wurde dies in einer der ältesten Faschingshochburgen Deutschlands auch gebührend gefeiert. Aber der Reihe nach. Bei der erstmals am 11.11. durchgeführten Anfangsversammlung war der Schwaigersaal bis auf den letzten Platz gefüllt und jeder wartete gespannt auf die Bekanntgabe der bestgehütetstenen Geheimnisse Flintsbachs - Prinzenpaar und Motto. War der Saal bei der Auftaktversammlung voll, gibt es für den Krönungsball am 07. Januar keinen Superlativ. Um 18.45 Uhr gab es keine freien Plätze mehr und um 21.00 Uhr drängten sich 500 Faschingsnarrische im Saal. An einen Auftritt war so nicht zu denken und so wurde mit Müh und Not ein ca. 4x4 m großer Platz freigeräumt wo die Tänze dann vom Publikum frenetisch gefeiert wurden. Am 14. Januar ging der Feiermarathon im Unteroffizierscasino der Karfreitkaserne weiter. Beim Jubiläumsball der Faschingsgesellschaft kamen alle noch lebenden Prinzenpaare in ihren Kostümen und wurden mit einer Urkunde geehrt. Für ihre besonderen Verdienste um den Flintsbacher Fasching wurden die Altpäsidenten Georg Krapfl sen. und Max Dirl, die langjährigen Hofmarschalle Max Weiß und Martin Goldes, sowie die Familie Steinbrecher geehrt. Auch Petrus zeigte sich als Faschingsspinner und bescherte den 12.000 Besuchern beim Faschingszug ein wahres Kaiserwetter. Doch auch ein 100-jähriger Fasching geht einmal zu Ende und so kam das halbe Dorf seiner Pflicht nach und stand dem Prinzen auf seinem letzten Weg bei.

Flyer der Werbefahrt von 1989

Flyer der Werbefahrt von 1989

Das Gruppenfoto aller Prinzenpaare bis 1987

Das Gruppenfoto aller Prinzenpaare bis 1987


Fasching 1991

Präsident Karl Denk

Prinz: Peter Astner - Prinzessin: Johanna Grad

Peter lV. von Uschspinnien und Johanna ll. vom Bürgermeisterhof

Peter lV. von Uschspinnien und Johanna ll. vom Bürgermeisterhof

Motto: Magie und Zauberei

Bereits bei der Abschlußversammlung 1989 hatte Präsident Schorsch Krapfl seinen Rüchtritt erklärt und Karl Denk als seinen Nachfolger präsentiert. So konnte der neue Präsident am 12. Januar beim Krönungsball, der traditionell mehr als gut besucht war, eine neue Ära einleiten. Der lange erwartete Auftritt des Prinzenpaares begann mit einer Überraschung, denn Peter lV. erschien zunächst alleine auf der Tanzfläche. Doch da er ein großer Zauberer und Magier war, zauberte er sich seine Prinzessin unter dem Staunen der Zuschauer einfach herbei. In ihren prächtigen Kostümen begeisterten sie das Publikum genauso wie die Garde mit ihrem Tanz. Nachdem die Mitternachtsshow des Elferrates „Zillertaler Hochzeitsmarsch“ im letzten Fasching ein großer Erfolg war lies der Elferrat sich nicht bitten und kam zur Geisterstunde als Aerobic Tanzsportgruppe zum krönenden Abschluß des offiziellen Teils auf die Bühne zurück. Die ungetrübte Faschingsfreude währte jedoch leider nicht mehr lange. Denn nach Ausbruch des Golfkrieges bestellte der Wirtschaftliche Verband alle Gilden zu einer Krisensitzung ein und bat darum alle Faschingsveranstaltungen abzusagen. Nach langer Diskussion einigte man sich darauf in Flintsbach nur den Faschingszug abzusagen und zumindest die Bälle durchzuziehen. Prinz Peter formulierte es beim Mottoball in seiner unnachahmlichen Art mehr als treffend:

„ Den Fasching ham´s uns heier g´stutzt, des ganze woisln hod nix g´nutzt, do ko ma hoid nix mach, heid laß ma´s trotzdem richtig kracha!“

Und der Anweisung des Prinzen sind dann auch alle Ballbesucher bereitwillig gefolgt und feierten trotz Golfkrieg einen unvergesslichen Fasching.


Fasching 1993

Präsident Karl Denk

Prinz: Markus Dirl - Prinzessin: Veronika Drexler

Markus ll. Häuptling lange Feder vom Stamm der Dirlokesen und Veronika l. kleine Taube vom Camping Wigwam

Markus ll. Häuptling lange Feder vom Stamm der Dirlokesen und Veronika l. kleine Taube vom Camping Wigwam

Motto: Indianer

Am 09. Januar war es endlich soweit, der Flintsbacher Fasching begab sich auf den Kriegspfad. Das Wigwam des Schwaigersaals war voll mit tapferen Kriegern und lieblichen Squaws. Den Auftritt der Faschingsgesellschaft leitete der Elferrat mit einem Tanz um ein loderndes Lagerfeuer ein. Nach der Reden von Karl Denk und Hofmarschall Peter Astner betraten Markus ll. und Veronika l. den Raum und donnernder Applaus honorierte ihren Auftritt in ihren prächtigen Kostümen. Nachdem in diesem Jahr der Faschingszug stattfinden konnte war der Wettergott nicht auf Fasching eingestellt. Doch trotz Nebel und Schneetreiben fanden Tausende Zuschauer den Weg nach Flintsbach. Nach vielen gelungen Bällen, einem umjubelten Auftritt beim Stadt- und Landball und einem gelungenen Faschingszug wurde Flintsbach seinem Ruf als Faschingshochburg wiedereinmal gerecht.

Termine

Versammlung:

am 11.11.2020
Beginn 20:00 Uhr

Fasching bleib do!