Faschingsgesellschaft Flintsbach Fischbach

seit 1889

Fasching 2000

Präsident Markus Dirl

Bräutigam Max Buchberger - Braut Rudi Stadlmayer

Das holde Brautpaar und ein Teil der Gesellschaft vor dem Schwaigerwirt

Bauernhochzeit zum 111-jährigen Gründungsjubiläum

111 Jahre Fasching in Flintsbach! Da ein echter Spinner in der Regel wenig bis keine Gründe braucht um ausgelassen und fröhlich zu feiern, gab dieser Anlaß erst recht einen Grund dazu. So wurde als Hochzeitsdatum der Faschingsdienstag 07. März festgelegt. Bereits am Rosenmontag wurde beim Bräutigam ein Hochzeitsbaum aufgestellt, der trotz mehrmaliger dilletantischer Versuche von den Brannenburger Burschen nicht umgeschnitten wurde. Am Morgen des Faschingsdienstag wurde das Brautpaar von 3 Schüssen aus der Gemeindekanone und den Musikern und Trommlern geweckt. Nach einem deftigen Weißwurstfrühstück wurde das Brautpaar Rudolfine Dipfegern, Großzitz´nsbauerstochter aus Weitloch und Maximilian Stanglschiaber, Stierbauerssohn aus Oberschwanzham im 4-spännigen Haflingergespann zum Schwaigerwirt gespielt. Dort wartete bereits die restliche Hochzeitsgesellschaft. Der Progoder Martin Goldes sen. ließ zum Kirchenzug aufstellen und mit den Worten „Hochzeitszug im Gleichschritt, Marsch“ bewegte sich der Zug über die Kirchstraße zum Dannerwirt.

Nach der Morgnsuppn setzte sich der Zug wieder Richtung Musikpavilion in Bewegung. Der war mit Theaterkulissen zur Amtsstube umgestaltet worden. Nachdem jeder einen Platz gefunden hatte begann das eigens von Martin Goldes jun. geschriebene Theaterstück. Die äußerst gelungene Hochzeit wurde mit einem dicken Busserl und der Übergabe der Fangeisen besiegelt. Nach dem Jungherrenlauf der Gardemädchen nahm der Festzug wieder Aufstellung und marschierte zum Schwaiger. Nach Kaffee und Kuchen, Ehrtänzen und Dank wurde um Mitternacht das Brautpaar in die wohlverdiente Hochzeitsnacht verabschiedet.

Fasching 1999

Präsident Markus Dirl

Prinz: Klaus Ilgenfritz - Prinzessin: Ramona Matheis

Klaus l. von der Lehrerburg und

Motto: Hollywood

Die Plätze der Oscarverleihung beim Schwaigerwirt waren bis auf den Letzten vergriffen und die Zuschauer fieberten der Premiere des diesjährigen Flintsbacher Faschingsprogramms entgegen. Um 21.00 Uhr war es endlich soweit. Der Vorhang lüftete sich und die Hauptdarsteller betraten die Bretter die den Spinnern die Welt bedeuten: den Schwaigersaal im Fasching. Im Stile Hollywoods der 50er swingten Elferrat und Garde herein. Jetzt war der Weg bereitet für den Höhepunkt des Abends. Hofmarschall Dieter Hoffmann kündigte es an: Das Prinzenpaar 1999! Nachdem sie vom neuen Präsidenten Markus Dirl gekrönt wurden, rissen Klaus l. und Ramona l. mit einem Samba der Extraklasse die Ballbesucher von den Sitzen. Nach extremen Schneefällen und einem morgendlichen Schneeräumeinsatz des Elferrates und vieler freiwilliger Helfer konnten 7000 Zuschauer das Prinzenpaar beim Faschingszug bejubeln. Der Prinzenwaagen war eine riesige Weltkugel nach dem Vorbild „Planet Hollywood“. Ein weiteres Meisterwerk in der Geschichte der Flintsbacher Wagenbauer, angeführt von Wagenbauerchef Benno Schmid.

Fasching 1997

Präsident Karl Denk

Prinz: Dieter Hoffmann - Prinzessin: Irmi Karrer

Dieter l. Sonnenkönig vom Hoffmannschlössl und Irmi l. Blumenkönigin vom Unterdorf

Motto: Vive la France

Im Spiegelsaal zu Flintsbach traf sich in diesen Tagen eine besonders illustre Gesellschaft: Die Flintsbacher Faschingsspinner. Zu höfischer Musik stolzierten Elferrat und Garde in den Saal zum standesgemässen Sektempfang. Zur Belustigung des entzückten Volkes zeigte Hofnarr Benno Schmid seine Kunststücke. Nach der hochoffiziellen Krönung des Prinzenpaares folgte ihm zu Ehren eine Polonaise des Elferrates und der Garde, die nahtlos in den Gardeauftritt überging. Sodann bot das Prinzenpaar seinem Volk seine Künste auf dem Parkett dar. Die Zuschauer belohnten sie mit nicht enden wollendem Beifall und applaudierten sich noch einige Zugaben heraus. Nicht enden wollten auch die Nächte dieses Faschings, doch auch ein Sonnenkönig wird einmal begraben. Beim Kehraus betrauerte Irmi l. dann ihren Dieter l. und das Ende „ihrer wohl schönsten Zeit in ihrem Leben“.

Fasching 1995

Präsident Karl Denk

Prinz: Martin Mayer - Prinzessin: Martina Obermayer

Martin ll. Pharao vom Moarhof

Motto: Altes Ägypten

Als der Elferrat um 21.15 Uhr den Krönungsball eröffnete, warteten die Faschingsspinner aus dem ganzen Nil -bzw. Inntal breits gespannt auf den Auftritt der Faschingsgesellschaft. Nachdem Hofmarschall Peter Astner das Gemeindegeschehen „derbleckt“ hatte, holte er unter stürmischen Applaus das Prinzenpaar zu Verdis Triumphmarsch in den krachend vollen Schwaigersaal. Ihnen zu Ehren tanzten die 13 Gardemädchen, sie wurden genauso wie das Prinzenpaar erst nach mehreren Zugaben von der Bühne gelassen. Das selbe „Schicksaal“ ereilte den Elferrat bei der Mitternachtsshow. Als Schlümpfe blau bemalt boten sie einmal mehr eine einmalige Show. Als Karl Denk dem einbalsamierten Pharao Martin lll. die Grabrede hielt ging wieder ein gelungener, lustiger Fasching in die lange Flintsbacher Faschingsgeschichte ein.

Fasching 1993

Präsident Karl Denk

Prinz: Markus Dirl - Prinzessin: Veronika Drexler

Markus ll. Häuptling lange Feder vom Stamm der Dirlokesen

Motto: Indianer

Am 09. Januar war es endlich soweit, der Flintsbacher Fasching begab sich auf den Kriegspfad. Das Wigwam des Schwaigersaals war voll mit tapferen Kriegern und lieblichen Squaws. Den Auftritt der Faschingsgesellschaft leitete der Elferrat mit einem Tanz um ein loderndes Lagerfeuer ein. Nach der Reden von Karl Denk und Hofmarschall Peter Astner betraten Markus ll. und Veronika l. den Raum und donnernder Applaus honorierte ihren Auftritt in ihren prächtigen Kostümen. Nachdem in diesem Jahr der Faschingszug stattfinden konnte war der Wettergott nicht auf Fasching eingestellt. Doch trotz Nebel und Schneetreiben fanden Tausende Zuschauer den Weg nach Flintsbach. Nach vielen gelungen Bällen, einem umjubelten Auftritt beim Stadt- und Landball und einem gelungenen Faschingszug wurde Flintsbach seinem Ruf als Faschingshochburg wiedereinmal gerecht.

Fasching 1991

Präsident Karl Denk

Prinz: Peter Astner - Prinzessin: Johanna Grad

Peter lV. von Uschspinnien und Johanna ll. vom Bürgermeisterhof

Motto: Magie und Zauberei

Bereits bei der Abschlußversammlung 1989 hatte Präsident Schorsch Krapfl seinen Rüchtritt erklärt und Karl Denk als seinen Nachfolger präsentiert. So konnte der neue Präsident am 12. Januar beim Krönungsball, der traditionell mehr als gut besucht war, eine neue Ära einleiten. Der lange erwartete Auftritt des Prinzenpaares begann mit einer Überraschung, denn Peter lV. erschien zunächst alleine auf der Tanzfläche. Doch da er ein großer Zauberer und Magier war, zauberte er sich seine Prinzessin unter dem Staunen der Zuschauer einfach herbei. In ihren prächtigen Kostümen begeisterten sie das Publikum genauso wie die Garde mit ihrem Tanz. Nachdem die Mitternachtsshow des Elferrates „Zillertaler Hochzeitsmarsch“ im letzten Fasching ein großer Erfolg war lies der Elferrat sich nicht bitten und kam zur Geisterstunde als Aerobic Tanzsportgruppe zum krönenden Abschluß des offiziellen Teils auf die Bühne zurück. Die ungetrübte Faschingsfreude währte jedoch leider nicht mehr lange. Denn nach Ausbruch des Golfkrieges bestellte der Wirtschaftliche Verband alle Gilden zu einer Krisensitzung ein und bat darum alle Faschingsveranstaltungen abzusagen. Nach langer Diskussion einigte man sich darauf in Flintsbach nur den Faschingszug abzusagen und zumindest die Bälle durchzuziehen. Prinz Peter formulierte es beim Mottoball in seiner unnachahmlichen Art mehr als treffend:

„ Den Fasching ham´s uns heier g´stutzt, des ganze woisln hod nix g´nutzt, do ko ma hoid nix mach, heid laß ma´s trotzdem richtig kracha!“

Und der Anweisung des Prinzen sind dann auch alle Ballbesucher bereitwillig gefolgt und feierten trotz Golfkrieg einen unvergesslichen Fasching.

Fasching 1989

Präsident Georg Krapfl

Prinz: Markus Schwaiger - Prinzessin: Anja Schweinsteiger

Markus l. von der Blut- und Leberwurst

Motto: Flintsbach im Jahr 2089

1989- ein besonderes Jahr für alle Flintsbacher und Fischbacher Faschingsspinner. Ihr Fasching besteht seit nunmehr 100 Jahren! Wie der aufmerksame Leser dieser Festschrift sich sicher denken kann, wurde dies in einer der ältesten Faschingshochburgen Deutschlands auch gebührend gefeiert. Aber der Reihe nach. Bei der erstmals am 11.11. durchgeführten Anfangsversammlung war der Schwaigersaal bis auf den letzten Platz gefüllt und jeder wartete gespannt auf die Bekanntgabe der bestgehütetstenen Geheimnisse Flintsbachs - Prinzenpaar und Motto. War der Saal bei der Auftaktversammlung voll, gibt es für den Krönungsball am 07. Januar keinen Superlativ. Um 18.45 Uhr gab es keine freien Plätze mehr und um 21.00 Uhr drängten sich 500 Faschingsnarrische im Saal. An einen Auftritt war so nicht zu denken und so wurde mit Müh und Not ein ca. 4x4 m großer Platz freigeräumt wo die Tänze dann vom Publikum frenetisch gefeiert wurden. Am 14. Januar ging der Feiermarathon im Unteroffizierscasino der Karfreitkaserne weiter. Beim Jubiläumsball der Faschingsgesellschaft kamen alle noch lebenden Prinzenpaare in ihren Kostümen und wurden mit einer Urkunde geehrt. Für ihre besonderen Verdienste um den Flintsbacher Fasching wurden die Altpäsidenten Georg Krapfl sen. und Max Dirl, die langjährigen Hofmarschalle Max Weiß und Martin Goldes, sowie die Familie Steinbrecher geehrt. Auch Petrus zeigte sich als Faschingsspinner und bescherte den 12.000 Besuchern beim Faschingszug ein wahres Kaiserwetter. Doch auch ein 100-jähriger Fasching geht einmal zu Ende und so kam das halbe Dorf seiner Pflicht nach und stand dem Prinzen auf seinem letzten Weg bei.

Flyer der Werbefahrt von 1989

Das Gruppenfoto aller Prinzenpaare bis 1987

Fasching 1987

Präsident Georg Krapfl

Prinz: Karl Denk - Prinzessin: Sonja Lackner

Karl l. Shogun von Hafnach und Sonja l. Lotusblüte vom Sparkassenbichi auf ihrem Prinzenwaagen

Motto: Geheimnissvolles Asien

Die chinesische Pagode, unter dem Jahr bekannt als Schwaigersaal, war bis auf den letzten Platz gefüllt mit originell und mottogetreu verkleideten Faschingsnarren. Der Elferrat als stolze Samuraikrieger und die Prinzengarde als anmutige Tempeltänzerinnen bereiteten den Weg für das prachtvolle chinesische Herrscherpaar Karl l. und Sonja l. Hofmarschall Hubert Wons wärmte die Lachmuskulatur des Publikums auf, für den Auftritt von Bürgermeister Sebastian Grad. Der OB aus der Dynastie der „Schrögglichen“ wurde als mongolischer Khan von zwei Kulis in einer Rikscha in den Saal geschoben und vollzog unter einem Beifallssturm die Schlüsselübergabe zum Rathaus. Nachdem 10.000 begeisterte Zuschauer dem Prinzenpaar beim Faschingszug huldigten, neigte sich der Fasching am Faschingsdienstag dem Ende zu. Beim Kehraus verabschiedete sich Prinz Karl l., mit von den anstrengenden Tagen/ Nächten zuvor leicht angegriffener Stimme, mit einem letzten „Fasching bleib do!!!“ vom Faschingsvolk. So ging ein weiterer erfolgreicher und ausgesprochen lustiger Fasching im Morgengrauen des Aschermittwoch zu Ende.

Fasching 1985

Präsident Georg Krapfl

Prinz: Peter Pertl - Prinzessin: Petra Buchberger

Peter lll. vom Pfeifereck und Petra l. vom Unterdorf

Motto: Südseeträume

Eine Bombenstimmung herrschte bereits vor dem Auftritt des Hofstatts, angeheitzt von der Band „Strangers“. Als dann gegen 21.00 Uhr Elferrat, Garde und Prinzenpaar die Südseeinsel Schwaigersaal betraten, kannte der Jubel kein Halten mehr. Zu Ehren des Prinzenpaars bot die Garde einen Südsee-Samba dar. Brüllendes Gelächter begleitete die Aufführung einer Original-Oben-Ohne- Limbotanzgruppe, dargestellt von 7 Elferräten in Baströcken und Perücken. Nach einigen Zugaben kam das Highlight des Abends: Der Prinzenwalzer zu den Klängen von „ Vaya con Dios“. Bei strahlendem Hawaiiwetter sahen 8000 Zuschauer einen farbenprächtigen Faschingszug. Ein super Kehraus beendete diesen so überaus erfolgreichen Fasching.

Elferrat 1985 hinten von links nach rechts: Hubert Wons, Georg Krapfl, Ludwig Gruber,

Fasching 1983

Präsident Georg Krapfl

Prinz: Hubert Wons - Prinzessin: Christl Karrer

Hubert l. von Kurbinien

Motto: Tausend und eine Nacht

Da Max Dirl bei der Abschlußversammlung 1981 sein Amt niedergelegt hatte, führte nun Georg Krapfl, wie schon sein Vater vor ihm, die Geschicke der Faschingsgesellschaft. Dass der Fasching bei der neuen Truppe weiterhin in guten Händen war, sah man am Krönungsball. Im vollkommen überfüllten Schwaigersaal fieberten die Narren dem Auftritt des Prinzenpaares entgegen.

Als das Prinzenpaar in einer Senfte hereingetragen wurde, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Beim Faschingszug säumten 9000 Zuschauer die Straßen und machten den Flintsbacher Fasching wie in allen Jahren zu einem vollen Erfolg. Nach mottogetreuen, gefühlten 1001 Nächten und ebensovielen Morgen ging aber auch dieser Fasching mit einem gelungen Kehraus zu Ende und Flintsbach verwandelte sich vom Morgenland zurück in unser beschauliches, bayrisches Dorf.

Termine

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